Konzerte 2010


Abgesagt!

Ill Nino | Guests

Leider müssen Wir Euch Mitteilen dass das Konzert abgesagt ist!
Es tut uns sehr Leid und wir wünschen Christian eine gute und schnelle Genesung!

Anbei ein Statement von Dave Chavarri von ILL NINO:
„Wir bereuen es zutiefst, dass wir Euch darüber in Kenntnis setzen müssen, dass ILL NIÑO die erste Woche der kommenden Tour verpassen werden.
Das liegt daran, dass Christian ins Krankenhaus musste wegen eines mehrfachen Bandscheibenvorfalls.
Christian wird momentan in den Staaten behandelt. Die Band wird ab „WACKEN“ wieder am Start sein.
Wir entschuldigen uns für die kurzfristige Absage der Konzerte in der ersten Woche und hoffen, dass wir Sie bald nachholen können.“

Abgesagt! Karten bitte an den jeweiligen VVK-Stellen zurückgeben!


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Do. 05.08.10

The Rattlesnake Orchestra

Lagerfeuer am Strand. Darin schmoren die Autoreifen, die ein Gelegenheitsgipsy kürzlich dachte, im Namen der Freiheit brauchen zu können. Es weht der Reisewind über das Meer, man erwartet einen säbelrasselnden Pirate de Mayence mit feuerrotem Halstuch oder pechschwarzem Hut, der die dreckige Flagge der Livemusik schwingt. Dahinter könnte der räudige Köter, die einäugige Katze oder die Gans der Kapelle trotten, um zu beobachten, wie Tornados zu tanzen beginnen, wie Bläserklänge durch die Luft schwirren und wie acht gestandene Männer Musik zelebrieren, die dich ins Auge des Sturms blicken lässt. Plötzlich scheint die Sonne im Hinterhof, der Cuba Libre fließt bergauf, Steuerbord ist links, unten ist oben, weiße Unterhemden werden braun – genau wie der tequilla blanco. Und fort sind alle verdammten Gedanken an den Plastikpop des vermaledeiten Mediendschungels. Goldkettchen und Sneakers geschnürt, den roten Stern im Visier und die Wandergitarre gesattelt: so wird The Rattlesnake Orchestra zum Salz in den Augen der Musikindustrie. Wir hatten nicht viele gute Ideen, aber diese Kapelle zu gründen war die beste davon. On Joue Musica Mestizia, davon wird die Welt nicht besser, aber wenigstens der Abend.

Einlass: 19.00 Uhr | Ticketbestellung


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Fr.06.08.10

DUB FX

MAINFLOOR ( Liveperformance / Dubstep & Drum'n'Bass )


DUB FX live!
feat.

FLOWER FAIRY
MR. WOODNOTE & THE BONOBO HOBOS
CAde

Support by:
DUBWARS Crew ( Ridick , Zombeatz, Slazenjah & MC Inja / Heilbronn / Mannheim )
Dubrock Crusaders ( Tunnel Ostportal | Dubwars / Stuttgart-Mannheim )
Rambun & Deen (Dawn Family/ Stuttgart)

Hosted by:
MC FAVA ( Have A Break, Jungle Club - Freiburg )

SECOND FLOOR ( Dancehall & Hip Hop Floor )

Firecat & Lioness Movement ( No. 1 Female Soundsystem | Stuttgart) 
Conscious Hifi ( Dubwars | Heilbronn )

Jedi Floor ( Mash Up / Nu Skool Breakz )

Jay Vee & Piwi aka. Jack Stat ( Lucky Break Rec. | Stuttgart)
The Caiphistepper (U-Turn | Stuttgart)

Einlass: 22.00 Uhr | VVK 13,50,- Eur (incl. Gebühren & Versand) unter www.dubwars.net
Abendkasse EUR 15,-


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Mi. 25.08.10

Antony B. & Band

Antony B. wächst als Keith Blair in Clarks Town im Bezirk Trelawny, Jamaika auf, der für seine Freiheitskämpfer, die sog. Maroons, während der britischen Kolonialzeit bekannt ist. Klar, dass Anthony B. einen besonderen Draht zu diesem Thema hat und es ihm wichtig ist, immer wieder an seine afrikanischen Wurzeln zu erinnern.
Später, er sieht sich selbst als spirituell gereift an, wechselt er zur Richtung der Bobo-Dreads. Diese folgen dem Gründer ihrer Bewegung König Emmanuel Charles Edwards und tragen weite Gewänder, verhüllen ihre Dreadlocks mit einem Turban. Eine hoheitliche Erscheinung, die meist noch mit einem hölzernen Gehstock komplettiert wird.
Sein Debüt als DJ gibt er beim Soundsystem Shaggy Hi-Power. 1988 zieht er nach Portmore und tut sich mit einigen anderen begabten DJs und Sängern zusammen, um seine Skills zu verbessern. 1991 gewinnt Anthony B. einen Wettbewerb und darf beim legendären Sunsplash-Festival auftreten. Sein Single-Debüt folgt 1993 - "The Living Is Hard". Von diesem Punkt aus geht es für den Künstler steil bergauf.
1996 schlägt sein Album "So Many Things" auf Anhieb ein. Doch Anthony B. ist nicht unumstritten. Viele Radiostationen weigern sich, seinen Hit "Fire Pon Rome" zu spielen. Grund ist der mehr als papstkritische Ton in diesem Song. Ein Widerspruch zu seinem Engagement gegen Waffengewalt in seiner Heimat. Es zeigt jedoch, was auch hinter dem Rasta-Kult steckt: Radikale religiöse und kulturelle Ansichten.
Das 1997 erscheinende Album "Universal Struggle" baut Blairs Stellung in der jamaikanischen und der karibischen Reggaeszene weiter aus. Auch international macht er damit von sich reden. Wegen einer Äußerung, in der er vorschlug, den jamaikanischen Premierminister zum Feuertod zu verdammen, muss sich der Sänger im September 2001 vor Gericht verantworten. Er beharrt darauf, dass seine Äußerung metaphorisch zu verstehen sei.
2002 kollaboriert der Sänger mit dem Berliner Reggae-Kollektiv Seeed auf dem Track "Waterpumpee", einer Adaption des Anthony B. Songs "Waan Back". 2005 veröffentlicht der Sänger mit "Black Star" bereits sein dreizehntes Album innerhalb von neun Jahren. Sein Bekanntheitsgrad reicht mittlerweile weit über die Grenzen Jamaikas hinaus. Auch in Deutschland ist er Reggaeinteressierten seit langem ein Begriff.
So ist auf seinem aktuellen Album auch ein Feature mit dem mittlerweile auch in Jamaika etablierten Gentleman.

Einlass: 20.00 Uhr | Ticketbestellung


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Do. 02.09.10

Umbra Et Imago

Umbra et Imago (lt.: „Schatten und Bild“) ist eine Gothic-Metal-/NDH-Band, die von Frontmann Mozart im Herbst 1991 gegründet wurde. Die ursprüngliche Besetzung bestand aus Michael Gillian, Nail, Torsten B. und Mozart. Bis auf Mozart verließen die ursprünglichen Mitglieder die Gruppe – bis heute ist er stilgebend für Umbra et Imago.
Von Anfang an handelte es sich um eine Konzeptband, die Sigmund Freuds Standpunkt „Die Sexualität ist der Dreh- und Angelpunkt unseres Seins“ aufgriff und sadomasochistische Phantasien künstlerisch verarbeitete. Diese Thematik wurde gewählt, weil sie nach Meinung der Band die intellektuellste Ausdrucksform der Sexualität darstellt.
1992 folgten die ersten Live-Auftritte, bei denen visuellen Elemente eine wichtige Rolle spielten. In der damals noch „elektronischen“ Band gab es immer wieder Auftritte von Gastmusikern, welche die Band beeinflussten. Die Gruppe gab sich häufig exzentrisch und war für ihre ausgefallenen Shows bekannt. Umbra et Imago polarisierten sehr stark und wurden oftmals öffentlich angegriffen. Im selben Jahr erschien das erste Album Träume, Sex und Tod, ein Jahr später Infantile Spiele.
Da die Titel der Alben oftmals die Länge von über zehn Minuten erreichten, waren sie für den Einsatz in den Diskotheken ungeeignet und wurden von den DJs nicht ins Programm genommen. Umbra et Imago fertigten daraufhin einen Remix des Songs „Erotica“ an, den sie in Bezug auf den DJ Michael Zöller, einem Resident-DJ der Bochumer Diskothek Zwischenfall, ZöllerMussEsSpielen Mix nannten. Trotz seiner Länge blieb jedoch „Gothic Erotic“ vom 1993er Album Infantile Spiele der bekannteste Titel der Band.

Einlass: 19.00 Uhr | Ticketbestellung


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Di. 14.09.10

F.R.

Im Mai veröffentlichte F.R. das vierte Album mit dem Titel „Wer bist Du?“. 15 Tracks stark kommt Fabian Römers bislang reifstes Werk komplett ohne Features aus. Das Video zur ersten Singleauskopplung „Son of a Preacherman“ ist bereits im Kasten und steht kurz vor der Erstausstrahlung. Einmal mehr offenbart F.R. sein Seelenleben, die Gedanken und Gefühle die einen jungen Menschen nach dem Schulabschluss beschäftigen. Die Fragen die sich stellen, die Entscheidungen die getroffen werden müssen – die Ängste und Sorgen, Hoffnungen und Träume. Zufälligerweise vorgetragen vom technisch besten Rapper in Deutschland. Viel Spaß bei feinster Rapmusik oder besser gesagt: einfach richtig guter Musik.

Einlass: 19.00 Uhr | Ticketbestellung


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Mi. 15.09.10

Boppin' B | Guests

Was es bei einem Boppin'B-Konzert zu hören und zu sehen gibt ist wahrlich erstaunlich und einzigartig. Unermüdlich musizieren die fünf durch die unterschiedlichsten Musikstile und -Richtungen, und beherrschen wie keine andere Band den Spagat zwischen eigenen Kompositionen, alten Coverstücken, und zeitgenössischen Hits, die im Sound des Rock'n'Roll geoutet werden.
Neben ihrem technischen Können, dem Humor, gepaart mit dem Hang zur Selbstironie überzeugen sie vor allem durch ihre Begeisterung, die sie Abend für Abend auf das Publikum übertragen, was umso bemerkenswerter ist, wenn man bedenkt, das die Band jedes Jahr ca. 200 Auftritte in ganz Europa spielt. Boppin'B beweisen, das Rock'n'Roll nicht zwangsläufig nostalgische Gefühle wecken muß, wenn er nur entsprechend dargeboten wird, und schaffen immer wieder die größte Hürde, nämlich die Waage zwischen Konzert und Klamauk zu halten, ohne in Belanglosigkeit abzudriften.
Zusammengefasst kann man schlicht und ergreifend behaupten, das Boppin'B eine Live-Band par excellence sind, und jeder der sich dieses Ereigniss entgehen lässt, bestraft sich einfach selbst.

Einlass: 20.00 Uhr | Ticketbestellung


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Do. 23.09.10

Keith Caputo | Zoli Band

Keith Caputo ist der Sänger der Rockband Life of Agony, aber auch als Solomusiker aktiv. Als solcher veröffentlichte er bereits vier Studioalben und ein Livealbum.
Außerdem brachte er zusammen mit der brasilianischen Band Freax im Jahre 2003 ihr Debütalbum heraus. Die Band bestand vorher bereits seit 1983.
Im Jahre 2005 war er am Roadrunner United-Projekt zum 25-jährigen Bestehen des Plattenlabels Roadrunner Records beteiligt. Er schrieb den Text und übernahm den Gesang bei »Tired ‘N Lonely«, die Musik schrieb Joey Jordison von Slipknot.
Die Zoli Band ist ein Parallelprojekt der Band Ignite. Mit dieser Band verwirklichten Sänger Zoltan »Zoli« Teglas und Bassist Brett Rasmussen Lieder, die nicht zum Stil von Ignite passten und eher im Bereich Alternative Rock bzw. Balladen Rock liegen. Deutlich gefühlsbetonter, akustischer und ruhiger als Ignite, entwickelten Zoli Band schnell einen eigenen Fanstamm.

Einlass: 19.00 Uhr | Ticketbestellung


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So. 03.10.10

Disco Ensemble

Die Band wurde Ende der 90er Jahre von Mikko Hakila und Jussi Ylikoski unter dem Namen »Disco« gegründet. Später erweiterten sie ihren Namen wegen Gleichheit mit dem finnischen Popduo Disco. Seit 2000 ist Koivisto der Sänger. Das Debütalbum »Viper Ethics« erschien 2003 und enthielt mit Videotapes bereits eine finnische Top-20-Chartsingle. Sowohl das zweite Album »First Aid Kit« (2005) als auch die beiden ausgekoppelten Singles We Might Fall Apart und Black Euro erreichten die finnischen Top Ten. Das dritte Album Album der Band mit dem Titel »Magic Recoveries« erschien am 7. Mai 2008 bei ihrem Label Fullstream Records. Die Vorabsingle »Bad Luck Charm« im März. In den finnischen Album Charts erreichte es in der ersten Woche Platz 1. Anfang 2010 wurde ein neues Werk angekündigt. Das neue Album erscheint am 28. Mai 2010 und heißt »The Island of Disco Ensemble«.

Einlass: 19.00 Uhr | Ticketbestellung


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Di. 12.10.10

Tristania | Asrai

Mitte der Neunziger gibt es im skandinavischen Raum einige Bands, die sich dem relativ neuen Genre des GothicMetal verschreiben. Auch aus dem norwegischen Stavanger geht eine solche Combo hervor. Namentlich sind das Einar Moen und Morten Veland (Sirenia), die 1996 Tristania gründen und dafür die Band Uzi Suicide verlassen. Als endlich Kenneth Olsson überredet ist, bei ihnen einzusteigen, hat die Geburtsstunde für Tristania geschlagen.
Kurz darauf nimmt das Trio um Einar (Keyboards), Morten (Vocals, Gitarre) und Kenneth (Drums) noch Rune Osterhus (Bass) und Anders H. Hidle (Gitarre) auf. Schon im Mai 1997 begeben sich die Musiker ins Studio, um ein Demo aufzunehmen. Als Session-Musikerin engagieren sie Vibeke Stene. Da ihre Stimme sofort Anklang findet, macht die Sängerin Tristania zum Sextett. Im Sommer verteilen sie ihr Demo an Plattenlabels. Sie unterschreiben einen Deal bei Napalm Records (Atrocity, Trail Of Tears), wo sie ihre erste Maxi "Tristania" veröffentlichen. Enthalten sind darauf die neu gemixten Songs ihres Demos. "Tristania" erhält größtenteils gute Kritiken.
Davon beflügelt, arbeitet die Band noch im selben Jahr an ihrem ersten Full Length-Album, das 1998 unter dem Namen "Widow's Weeds" erscheint. Auf ihrem Debüt zeigen Tristania, was ihre Musik ausmacht. "Widow's Weeds" ist ein Symphonic Metal-Album mit Einflüssen aus Gothic Rock und Death Metal. Elementar auf diesem so wie auf späteren Alben sind auch die beiden Session Musiker Osten Bergoy und Pete Johansen. Ersterer ergänzt Vibekes Stimme und Mortens extremes Organ durch klaren Männergesang, Pete steuert die Violinenklänge bei.
Aus dem Studio raus geht es für Tristania auf Tour. In Belgien supporten sie Lacrimosa, in Österreich spielen sie das Mind Over Matter-Festival. Im Herbst 1998 geht es gemeinsam mit Solefald und Haggard durch Europa. 1999 erscheint "Beyond The Veil", das im Grunde die gleiche Richtung einschlägt wie der Vorgänger, aber etwas mehr im extremen Metal angesiedelt ist. Wieder sind Osten Bergoy und Pete Johansen beteiligt, diesmal kommt aber noch ein weiterer Sänger dazu, Jan Kenneth Barkved (Elusive). Es folgt die erste Headliner-Tour, im Gefolge haben sie Antichrisis und Trail Of Tears. Nach einem Auftritt auf dem Wacken Open Air gehen sie mit Tiamat und Anathema auf die Skeleton Skeletron-Tour. Im darauffolgenden Jahr verschlägt es sie auch nach Mexico und die USA.
2000 ist das Jahr, in dem Morten Veland die Band verlässt. Grund dafür sind musikalische, aber auch persönliche Differenzen. Während der Arbeit am dritten Studioalbum "World Of Glass" (2001) ist noch kein Ersatz für Morten in Sicht, weshalb Ronny Thorsen (Trail Of Tears) den Part des extremen Gesangs übernimmt. Für den reinen Männergesang sind wieder die Sessionmusiker Barkved und Bergoy zuständig, Pete Johansen spielt auch dieses Mal die Violine ein. Auf dem Album finden sich bombastische Elemente wie Chöre und klassische Musik genauso wie Einflüsse aus Death und Black Metal sowie Industrial.
Bald ist in Kjetil Ingebrethsen auch ein Ersatz-Sänger gefunden. Etwa zur gleichen Zeit beschließt die Band, den für Tristania immer wichtiger gewordenen Osten Bergoy fest in die Band zu holen. Dieser hat sich nämlich nicht nur als guter Sänger, sondern auch als exzellenter Songtexter erwiesen.
Mit den Werken aus "World Of Glass" touren Tristania durch Europa, mit dabei sind Rotting Christ. Später können sich die Fans aus Mexico, Chile, Brasilien und Kolumbien Tristania live zu Gemüte führen. 2005 erscheint "Ashes" bei SPV. Bei Napalm Records hatten Tristania einen Drei Alben-Deal. Den will das Label zwar verlängern, die Band wechselt aber zu SPV, wo sie mehr Möglichkeiten im internationalen Bereich sieht. Mit "Midwintertears" steht ein Re-Release ihrer Debüt-EP plus der Single "Angina" an, als Beilage gibt es eine Live-DVD.
Anfang 2006 verlässt Kjetil Ingebrethsen die Band aus familiären Gründen. Da Tristiania schon am neuen Album "Illumination" arbeiten, holen sie sich als Gastsänger Vorph (Samael) ins Boot. Die Platte, die um einiges langsamer und ruhiger ausfällt als der Vorgänger, erscheint mit einiger Verspätung aufgrund technischer Probleme im Januar 07. Die Tour im Herbst 2006 sagen Tristiania auch gleich ab, da Frontfrau Vibeke ihre Ausbildung zur Lehrerin in diesem Zeitraum abschließt. Dafür geben sie einen Auftritt beim belgischen Female Voice Festival.

Einlass: 19.00 Uhr | Ticketbestellung


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Mi. 13.10.10

Scumbucket | Guests

Die Alten werden sich nicht mehr erinnern: 1997 war ein Jahr wie jedes andere. Oliver Bierhoff erschoss sich gerade seinen fünften Werbevertrag mit der Shampoo-Industrie, Männer legten sich freiwillig 1€-Zusatzjobs zu, um die Tamagotchi-Brut ihrer Frauen durchzufüttern, und wer »Koblenzer Schule« sagte, meinte bestenfalls das Johannes-Gymnasium in der Johannesstraße. Nur eine Schlagzeile wäre es 1996 wert gewesen, dass man sie in dicken Lettern über dem Bruch druckt: Scumbucket um Kurt Ebelhäuser hatten gerade über Hypo-Kredite, Blutspenden und einen Pakt mit dem Teufel ihre erste Platte »Heliophobe« finanziert. Die erschien allerdings in so kleiner Auflage, dass der aktuelle ebay-Kurs auch mit dem Festgeld-Konto von Uli Hoeneß kaum zu stemmen wäre. Erst die Nicht-nur-Neuauflage »Heliophobia« macht diese Geschichtsstunde wieder für Menschen erschwinglich, die nicht sonntags zu Bratwurst und »Song 2« die VIP-Tribünen der TuS Koblenz mit ihren Hintern wärmen.
Jubiläen sind ja eigentlich ein bisschen wie Geburtstagsfeiern: die runden sind die teuersten. Bevor sich also bei Kurt Ebelhäuser die Einladungs-Schreiben bis unter die Decke stapelten, verplante er 2006 das »Heliophobe«-Jubiläum einfach um etwa zwei Jahre und kürzte die Gästeliste auf 15 Einträge zusammen. Wie bei so vielem bei Ebelhäuser gilt hier: zur Nachahmung eher nicht empfohlen. Am Ende tanzte er mit fünf Paletten Jägermeister, seinen Band-Kollegen und eben diesen 15 »Heliophobe«-Songs im Tonstudio 45 Polonaise. Und dann ging es ran an die Paletten, die Geschichten von damals und die 15 Songs, die ja auch irgendwie Geschichten von damals sind.
Man hört das spätestens, sobald die ersten Ebelhäuser-Gitarren in »Blame« den zweiten Nachbarn auf den Plan rufen: »Heliophobia« ist mehr als der übliche Plattenfirmen-Scheiß. Scumbucket hätten ihren Semester-Praktikanten ein paar Jugendsünden aufhupen lassen können, wie das sonst in der Branche eben so üblich ist. Dazu einen »Re-mastered«-Sticker draufgepackt, ein neues Preisschild dazu und ab dafür. Stattdessen haben sie ihre »Heliophobe«-Platte komplett neu eingespielt, und das in Original-Besetzung. Ohne Bank-Kredit, ohne Hintergedanken und in einer Auflage, die sogar das Weihnachtsgeschäft noch überdauern könnte. Experiment geglückt, denn auch wenn »Heliophobe« ein bisschen gegen die Übergröße seiner Nachfolger »Batuu« und »Finistra« anstrampeln muss: Nie drückte einen der Groove von »Breeze« tiefer ins Sofakissen, nie sägten die Feedback-Attacken in »Killing me dogs« so schön wie hier. Alter Noise in neuen Schläuchen. Und wer als Neueinsteiger beim Geschrei in »Dis my naff (part 1)« an einen anderen Kurt als den Ebelhäuser denken muss, liegt auch nicht komplett verkehrt. Verschnürt haben Scumbucket das alles in ein Artwork, mit dem auch Jäger und Sammler glücklich werden können. »Heliophobia« feiert einen Geburtstag, der vor etwa zwei Jahren rund gewesen wäre und verteilt die Geschenke selbst. Glückwunsch!

Einlass: 19.00 Uhr | Ticketbestellung


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Fr. 15.10.10

Smokeblow | Guests

Smoke Blow, der sympathisch-bockige, immer wieder verschmitzt grinsend Haken schlagende
Hardcore-/Punk-Hase aus Kiel, meldet sich frisch ausgeschlafen zum neuen Jahrzehnt mit einem
neuen, dem mittlerweile siebten, Studioalbum zurück.

Einlass: 19.00 Uhr | Ticketbestellung


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Di. 19.10.10

Dark Tranquility | Guests

Geboren in den frühen 90ern, ist Melodic Death Metal schwedischer Prägung ein in allen Bereichen moderner, harter Musik unglaublich einflussreicher Musikstil und gemeinsam mit ihren Landsleuten In Flames und At The Gates, haben Dark Tranquility dieses Genre entscheidend definiert und perfektioniert. Mit einem einzigartigen Gespür für eine packende Kombination aus eingängigen Melodien, metallischer Härte und mutigen progressiven Elementen, schuf die Band einen ureigenen Sound, der weltweit von unzähligen Fans und Medien extrem geschätzt wird.
Im September kommen die Schweden mit ihrem aktuellen Werk »We Are The Void« auf Clubtour. »We Are The Void«, das nunmehr neunte Album der Band, schließt nahtlos an den grandiosen Vorgänger »Fiction« an und garantiert Melodic Death Metal Hits von Anfang bis Ende, die Wut und Wohlklang, Eingängigkeit und Experimentierfreude perfekt verbinden. Das musikalische Spektrum auf »We Are The Void« ist – typisch Dark Tranquillity – enorm: Den Hörer erwarten Black Metal Elemente bei »Shadow In Our Blood« oder dem apokalyptischen »Arkhangelsk«, teutonischer Thrash der Marke Kreator bei »I Am The Void« und stimmungsvolle, teilweise mit dezentem Gothic Touch garnierte Gänsehautatmosphäre bei dem epischen Abschluss »Iridium«. Straighte, mit tadellosen Refrains ausgestattete Tracks wie »Dream Oblivion«, »The Fatalist« oder das melancholische »Her Silent Language« belegen wiederum eindrucksvoll, dass sowohl musikalisch als auch kompositorisch nur Wenige mit diesen Songwriting-Meistern mithalten können. Die Konzertbesucher können sich also auf jede Menge explosives Material freuen.

Einlass: 19.30 Uhr | Ticketbestellung


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Fr. 22.10.10

Das Pack

Schubladen sind was Tolles! Jeder Archivar würde sofort zustimmen: Da gehört Rock rein, dort stopft man HipHop hin. Und so weiter und so fort. Nervend allein die Belegstücke ohne klare Zugehörigkeit. Das beschäftigt das Hirn!
Genau dergestalt verhält es sich mit „Das Pack“ aus der schönen Hansestadt:
Oberbegriff: Rock! Klar soweit. Doch was ist mit den HipHop-Anleihen? Was mit den Metal-Zitaten? Und überhaupt: Isn’t it ironic?
Durchaus. Vor allem aber gut. Man hat es hier nämlich mit zwei äußerst smarten Herren zu tun, die geschmeidig Pöter kicken und trotz humoristischer, bizarrer Texte und balladesker Ausflüge eindeutig zu rocken verstehen. Ein Profilneurotikerduo erster Güte, stehen sie beide als Frontmänner vor dem erstaunten Publikum und verwandeln auch Musikerpolizisten mit Abschußvergütung binnen kürzester Zeit in moshende Masse. Schlagzeug und siebensaitige E-Gitarren lassen keine Wünsche übrig, der Klangteppich stimmt, die Texte flowen kühl und souverän wie die Elbe bei Brise und die Meute singt mit. Da ist viel Bewegung drin und vorne stehen Pensen (auch bei den Monsters of Liedermaching) und Flozze und füttern den Raum mit feinstem Liedgut. Ob es dabei um dystopische Endzeitvisionen oder zwangsneurotische Phallushymnen geht, den Waschzwang als subkulturellen Trend oder Schlächtergesänge der metallischen Rockzunft - Fakt bleibt, daß „Das Pack“ ein eigenes Universum baut und beherrscht.
Schubladen werden rausgerissen, ihr Inhalt auf einen Haufen geschüttet und der Archivar auf unbestimmte Zeit beurlaubt. Erholsam für ihn, zu laut für die Nachbarn.
Besonders fein: Just jetzt haben die Herrschaften ein Debüt-Album veröffentlicht, welches 13 ihrer Wunderwerke beinhaltet und die Kinderzimmer rebellischster Nesthocker in zugetaggte Tempel verzerrter Stahlsaiten verwandeln wird. Ein bunter Abend dank verzückter Ohren ist hiermit garantiert!

Einlass: 20.00 Uhr | Ticketbestellung


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Do. 28.10.10

Johannes Oerding

Johannes Oerding – der 27-jährige Wahl-Hamburger aus dem Rheinland gibt der deutschsprachigen Popmusik einen neuen, frischen Anstrich wie seinerzeit ein Grönemeyer. Mit kraftvoll-modernen Singer/Songwriter- Qualitäten, singt er über Inhalte, die ein jeder von uns in sich trägt.
Eine Stimme, die Kultrocker Udo Lindenberg mit den Worten „ Kehle aus Gold“ umschrieb, und mit seinen emotionalen Songs sang sich Johannes Oerding bislang in die Herzen tausender von Menschen. Die Konsequenz: eine erste eigene Tour, mit ausverkauften Häusern!
Ohne Zweifel, Johannes Oerding rückt die Bedeutung von handgemachter und live eingespielter Musik in den Mittelpunkt, und braucht auch mögliche Vergleiche mit internationalen Künstlern wie James Blunt, John Mayer oder James Morrison nicht zu fürchten.
Keine Kompromisse, sondern pure Leidenschaft für die Musik – das spürt man ab der ersten Strophe!

Einlass: 19.30 Uhr | Ticketbestellung


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Di. 02.11.10

Indica

Für den deutschen Musikfan kommen Indica 2010 mehr oder weniger aus dem Nichts und werden wohl mit dem Ruf zu kämpfen haben, eine von Nightwish-Boss Tuomas Holopainen geförderte Girl-Band zu sein. In ihrem Heimatland Finnland blickt das Quintett zu diesem Zeitpunkt allerdings bereits auf sechs Veröffentlichungen zurück.
Den Startschuss feuern 2001 die zwei Klassenkameradinnen Jonsu und Heini ab. Beide spielen zusammen in einem Streichorchester für Kinder, noch ist keine der beiden als Teenager zu bezeichnen.
Während Jonsu singt und Violine, Gitarre und Keyboards spielt, greift Heini zu Bass und Gitarre. Für eine echte Band reicht das aber noch nicht. So freunden sie sich mit Gitarristin Jenny, Drummerin Laura und Sirku an, die neben den Keys auch Klarinette spielt.
Was viele für eine Castingtruppe halten, ist in Skandinavien ganz natürlich entstanden. Die fünf Mädels beginnen zunächst, in ihrer finnischen Muttersprache Musik zu machen. Zwei Jahre nach der Gründung haben sie einen Deal mit dem Sony-Ableger in Finnland in der Tasche. Kein Wunder also, dass sich das Debüt "Ikuinen Virta" nicht nur 30 Wochen in den Charts hält, sondern auch direkt Platin einstreicht.
Um den Stil von Indica zu beschreiben, ist die Presse schnell mit dem Begriff Mystik-Romantic-Pop bei der Hand. Zwar lässt sich der Einstiegserfolg des Debüts mit den folgenden Alben »Tuuliset Tienoot« (2005) und »Kadonnut Puutarha« (2007) nicht ganz wiederholen, doch die Mädels machen sich die nächsten Jahre über einen Namen in der Szene.
Tuomas Holopainen von Nightwish wird auf die Band aufmerksam und produziert mit ihnen ihr viertes Album »Valoissa«. Damit ist es aber nicht getan: Der Mann nimmt Indica im selben Jahr als Vorband mit auf die Skandinavien-Tour von Nightwish und arbeitet beständig daran, sie auch international zu etablieren.
Diesen Schritt wollen sie mit dem fünften Album »A Way Away« gehen, das erstmals mit englischen Texten daher kommt. Bei der Übersetzung greift ihnen der amerikanische Dichter und Drehbuchautor Rory Winston unter die Arme. Tuomas hilft einmal mehr bei der Produktion.
2009 sind Indica bei der kompletten Europatour von Nightwish mit dabei. Auf den rollenden Teenie-Vampir-Zug springen sie ebenfalls auf und sind im April 2010 nicht nur beim »Twilight Fan Event« in Berlin mit von der Partie, sondern kooperieren zudem mit dem Nintendo-Game »Witches & Vampires«.
In Deutschland kommt das neue Album »A Way Away« Anfang Juni 2010 auf den Markt. Die finnischen Grenzen halten den Erfolg der Mädels nicht mehr auf.©laut.de

Einlass: 19.00 Uhr | Ticketbestellung


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Do. 04.11.10

Pavlov's Dog | Central Park

Als Pavlov's Dog 1974 bei ABC für $ 650.000 ihren ersten Plattenvertrag unterzeichneten, war dies angeblich die höchste Summe die einer bis zu diesem Zeitpunkt unbekannten Newcomerband in den USA bezahlt wurde. Drei Jahre später, mit einem vielbeachteten Debütalbum in der Tasche und einem zweiten Album das sich wie ein Who is who der bekanntesten Studiomusiker liest, fanden sie sich ohne Label, völlig desillusioniert und zerstritten auf der Straße wieder. Die Band ereilte ein Schicksal, das sie sich mit vielen anderen Gruppierungen teilt, die unbekannten Kontrolleure des amerikanischen Radios hatten darüber entschieden. Der emotionsgeladene Sound der Formation entstand im Herzen St. Louis - einer industriellen Stadt auf den Bänken des Mississippis - getrieben von der unglaublichen Falsettstimme ihres Leadsängers David Surkamp, die für die »Schiedsrichter« des guten Geschmacks einfach zu extrem war. Mit der Nichtaufnahme in die Playlists der landesweit empfangbaren Radiostationen blieben die Schlüsselmärkte an Amerikas Ost- und Westküsten unerreichbar - die Plattenbosse verloren schnell ihr Interesse.
Pavlov's Dog, die Condition Reflex Soul Revue und der Concert Choir begannen sich 1970 unter Mike Safron zu formieren, ein 19 Jahre alter Schlagzeuger, der bereits mit den berühmtesten musikalischen Söhnen St. Louis wie Albert King, Bo Diddley und Chuck Berry gespielt hatte. Safron war auf der Suche nach einem hybriden Sound, der von klassischen Einflüssen getragen sein sollte ohne dabei das Gefühl für den Rhythm und Blues zu verlieren, „eine Art wall of sound sollte entstehen. Dabei übernehmen dann zum Beispiel Violinen den Part der Bläser.“ Er und Douglas Rayburn, der Bassist aus Chuck Berrys Formierung, experimentierten daraufhin mit den unterschiedlichsten Stilen. Ein Jahr später nachdem Rayburn Kalifornien verlassen hatte, traf Safron Richard Nadler, einen extravaganten Geiger mit einem Faible für Jazz und Klassik, dessen kreativer Einfluss spürbar den späteren Klang prägen sollte. Safron und Nadler (der sich fortan Siegfried Carver nannte) starteten mit der Zusammenstellung der Gruppe.
Kurz darauf stellte sich ein junger hoffnungsvoller Musiker, David Surkamp, Safron vor. Safron beschrieb ihn als „zickigen Jungen mit den Ambitionen ein Gitarrist zu werden“. Safron erinnert sich weiter: „David spielte mit der Gitarre vor und gerade als ich im Begriff war ihm die Tür zu zeigen, bat er mich vorsingen zu dürfen. Es war »The Wizard« von T-Rex. Ich hatte gerade meinen Reisepass für die Chuck Berry Europa-Tournee bekommen, aber als die ersten Töne aus Davids Mund kamen, wusste ich das ich mich damit eingehender befassen musste. Es verschlug mir die Sprache, was für eine Stimme!“
Im Jahr 2003 hat sich die Gruppe Pavlov's Dog wiedervereinigt. Am 26. Dezember 2003 fand eine Jam-Session statt und am 26. Juni 2004 gab die Band ein Reunion-Konzert in St. Louis. Seitdem ist Pavlov's Dog wieder regelmäßig auf Tour.

Einlass: 19.30 Uhr | Ticketbestellung


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Mo. 15.11.10

Diary Of Dreams

Vieles wurde schon über Diary of Dreams geschrieben, im Laufe der Jahre unzählige Vermutungen aufgestellt und verbreitet, von anderen aufgegriffen und schließlich als Tatsachen hingenommen. Doch sind sie es auch? Ist Diary of Dreams tatsächlich der zweite Schritt, den Mastermind Adrian Hates in die musikalische Welt gemacht hat? Ist die Band vielleicht doch ein Soloprojekt, die weiteren Bandmitglieder reine Fiktion ihres Schöpfers und dieser gar tatsächlich wahnsinnig? Ein Freak? Ein Irrer? Nun, wir werden sehen, denn mehr als fünfzehn Jahre nach Bandgründung ist es an der Zeit, die wahre, tatsächlich gelebte Geschichte zu erzählen.
Wer hätte etwa gedacht, dass Diary of Dreams ursprünglich als doch eher gitarrenlastigeres Projekt gegründet wurde, ohne die Verwendung der schon seit Veröffentlichung des Debütalbums nicht mehr wegzudenkenden Synthesizer und dass es zunächst auch die klassische Gitarre war, deren Studien sich Adrian Hates widmete? Dass die Musik letztlich doch andere Wege nahm, mag daran liegen, dass Adrian in seiner Kindheit mit den Symphonien von Beethoven (dessen Mondscheinsonate er noch immer zu seinen Lieblingskompositionen zählt), Mozart, Vivaldi und anderen, gleichsam unübertroffenen Komponisten aufgewachsen ist und aufgrund dieser musikalischen Vorliebe seiner Eltern mit zeitgenössischer Musik kaum in Berührung kam. Auch die im Laufe der Jahre immer deutlicher werdende Harmonie in seinen eigenen Kompositionen mag darin begründet liegen, denn welch bessere Lehrer hätte er sich wünschen können als die großen Meister der alten Zeit? Und dennoch war es zunächst die bereits erwähnte klassische Gitarre, die Adrian im zarten Alter von neun Jahren in ihren Bann zog und deren Studium er sich bis in sein 21. Lebensjahr hinein widmen sollte. Nicht verwunderlich also, dass Gitarren auch heute noch eine wichtige Rolle spielen, selbst wenn manch einer sie nicht zu hören vermag.
Erst sechs Jahre nach seinen ersten musikalischen Gehversuchen, inzwischen 15 Jahre alt, sollte Adrian die für ihn so wichtig werdenden Tasteninstrumente entdecken, in einem abgelegenen Ort im Staate New York. „Ich habe da für etwa eineinhalb Jahre in einer Großfamilie gelebt.“, erinnert er sich, „Auf einem mehrere Hektar großen Grundstück. Du musstest wirklich zwanzig Minuten laufen, um zum nächsten Haus zu kommen. Ich denke, da habe ich auch meine große Freude am Alleinsein kennen gelernt. In dem Haus war immer viel los, aber das war ein riesiges Haus mit zwei Etagen und weit auseinander liegenden Flügeln und entlegenen Winkeln, da konntest du dich echt gut verziehen. Und da standen dann ein Flügel und ein Klavier. Ich saß also an diesem Flügel und drückte einfach meine Tasten. Man muss wirklich kein gelernter Pianist sein, um an dem Klang von einzelnen Tönen Freude zu haben - und dieser Flügel hatte wirklich einen unheimlich schönen Klang. Also saß ich ständig davor und habe Melodien von der Gitarre auf das Klavier übertragen. Und da die Kinder in dem Haus alle Klavierunterricht hatten, habe ich mich einfach eingereiht und hatte somit dann plötzlich Klavierunterricht.“
„Auch die Schule dort hat mir sehr geholfen, gerade in Bezug auf Kreativität. Wir hatten eine Stunde am Tag, in der wir frei schreiben mussten. Da hast du dann gesessen und solltest schreiben. Einfach nur schreiben, egal was. Und irgendwie war ich wohl sehr beliebt bei der Lehrerin, weil ich da sehr frei und andere eher mit großen Vorbehalten geschrieben haben, weil sie wussten, dass die Lehrer das lesen. Ich habe einfach geschrieben. Alles was mich gewurmt hat, habe ich da hineingeschrieben und das stieß scheinbar auf große Achtung. Ja, so hat sich das damals entwickelt. Als ich dann wieder zurück nach Deutschland kam, verspürte ich den Wunsch, meine Gedanken und Gefühle weitergehend umzusetzen, zu verwirklichen und fand mich plötzlich in diesem verrückten Haufen von Musikern wieder.“
Dieser bunte Haufen umfasste seinerzeit, im Jahre 1989, nicht weniger als sechs Musiker und – das ist wohl das Erstaunliche aus heutiger Sicht – keiner davon war Keyboarder. Der Ursprung bestand damals vielmehr aus Gitarren, Bass, Schlagzeug und Gesang, und kam Letzterer nicht einmal von Adrian.
Schließlich war er klassisch gelernter Gitarrist und als solcher auch in der Band tätig. Doch schon in diesem frühen Stadium der Bandgeschichte zeigten sich – obgleich er die Musik auch mit seinem Zutun als absolut anarchistisch bezeichnet – Adrians Hang zum Perfektionismus und Streben nach Eigenkreativität auf hohem Niveau. Keine Coverversionen, nein, ganz eigene Kompositionen mussten es sein, die der Öffentlichkeit von der jungen Formation mit ständig wechselndem Bandnamen präsentiert werden sollten, so dass neben einigen anderen auch sein ganz persönliches Gitarrenstück namens Tagebuch der Träume entstand. „Das habe ich damals nur für die klassische Gitarre, also auch ohne Gesang, ohne alles geschrieben“, so der Mastermind, „und fand den Namen einfach schön. Ich hatte irgendwie das Gefühl, dass der viel mehr hergibt, als nur den Songtitel eines einzigen Stücks. Also wollte ich mehr damit machen, habe ihn ins Englische übersetzt und fand, dass das unheimlich gut klingt und einen wahnsinnig schönen Raum zum Arbeiten gibt. Ich habe mir das dann einfach als Titel gegeben und unter dem Namen erst einmal gearbeitet. Zu der Zeit hatte ich ja auch schon einige andere Stücke geschrieben, die ich dann mit den Jungs spielen wollte, wobei ich betonen möchte, dass nicht allein durch meine Anwesenheit plötzlich Anspruch da war. Ich hatte natürlich den Anspruch, etwas anderes daraus zu machen, aber anfangs klangen wir vermutlich eher wie eine Schulband. Da herrschte wirklich eine ganz schöne Musik-Anarchie. Man muss sich aber auch überlegen: In dem Alter einen Haufen zusammen zu bekommen, der kreativ, technisch gut und von der Reife sehr weit ist und dann noch den gleichen Musikgeschmack hat, ist nahezu unmöglich. Unser Bassist hat eher Led Zeppelin und ähnliches gehört, während unser Schlagzeuger sich mehr auf klassischen Rock konzentriert hat. Wie du dir denken kannst, habe ich die ersten zwei, drei Stücke geschrieben, die ich auch bis heute noch kenne und ... na ja ...“, so Adrian lachend, „plötzlich waren sie alle weg. Es blieb einer übrig, und das war ...“ Alistar Kane, der Mann an Adrians Seite in der Geburtsstunde im Jahre 1989, der wohl vielen unvergessen ist und ihn als Freund und Gitarrist bei seinen nun folgenden ersten Schritten als Diary of Dreams und noch viele Jahre später begleiten sollte...

Einlass: 19.00 Uhr | Ticketbestellung


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Fr. 19.11.10

Lotto King Karl & Die Barmbek Dreamboys

Die allseits bekannte wie beliebte Formel »Fußball, Ficken, Alkohol« trug lange Jahre auch Lotto King Karl, Deutschlands bester Deutsch-Rocker, wie eine Hochsitzbrause vor sich her. Auf seinem neuesten Album »Aus Liebe zum Spiel« unterzieht Lotto alias Karl König dieses universelle Lebensmotto einer kleinen Reifeprüfung: die Hopihallidos und Hörnerwhiskeys fehlen dieses Mal.
Der Andy Brehme unter den Musikern ist eben nicht mehr der jüngste, und so weicht die feucht fröhliche Partystimmung endgültig einer Hambuger Hafen-Melancholie, die ja schon immer das Salz in Lottos Fischsuppe war. Im Midtempo-Stück »Nimm Mich Mit« fährt er durch Deutschland, erkennt aber "tief im Osten die Elbe, der gleiche Fluß und doch nicht der selbe". Taschentücheralarm herrscht beim »Schlaflied«, nach »Wir Sehen Uns Oben« Lottos zweiter Hommage an einen verstorbenen Freund.
Doch auch wenn der gute König nicht mehr jeden Tag bis drei Uhr nachts im Logo feiert, die Jagd nach runden Bällen unter der HSV-Bettwäsche und im Stadion geht jedenfalls weiter. Ob im treibenden Rocker »Wieder Zurück« mit Zeilen wie "ich hab für gelb die Rote kassiert" oder in klaren Fußballhymnen wie dem ab AC/DC angelehnten »Hamburg gegen alle« oder dem frommen, balladesk dargebotenen Wunsch jeden HSV-Fans »Auswärtssieg«, der Fußball lebt in und außerhalb der AOL-Arena.

Einlass: 19.00 Uhr | Ticketbestellung


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So. 19.12.10

Peter & The Test Tube Babies | Engrained

Die erste Veröffentlichung der Band war 1978 der Titel »Elvis Is Dead« auf dem Sampler »The Vaultage Punk Collection«. Zwei Jahre nach ihrer Gründung schlossen sie einen Vertrag mit No Future Records für ihre ersten Veröffentlichungen. Seither hat die Gruppe ihre Tonträger auf diversen Labels veröffentlicht. 1982 folgte mit »Pissed and Proud« das erste (Live-)Album, obwohl Peter Livealben nach eigener Aussage hasst.
Spielte die Band anfangs einen schnellen Punk mit anspruchslosen Texten, so änderte sich dies 1983 mit der Veröffentlichung ihres ersten Studioalbums »The Mating Sounds of South American Frogs«. Hier waren zwar immer noch teils absolute Nonsens-Texte zu hören, die Musik klang aber ausgefeilter als zuvor. Ihren Höhepunkt erreichte diese Entwicklung mit dem 1986 veröffentlichten »Soberphobia«. Beide Alben gelten heute als Klassiker der Band. Einen Tiefpunkt markierte allerdings 1990 das Album »The Shit Factory«, mit dem die Band Stellung gegen das damals den britischen Markt dominierende Produzententrio Stock, Aitken & Waterman bezog. Was als Witz gemeint war, entpuppte sich trotz guter Produktion schnell als Flop, weil die meisten Lieder, so Peter, einfach Mist waren.
Nachdem es bereits bei den Aufnahmen zum Nachfolgealbum »Cringe« Spannungen zwischen Ogs und den übrigen Bandmitgliedern gegeben hatte, verließ dieser schließlich die Band. Nach Veröffentlichung des Nachfolgers »Supermodels«, laut Peter sein Lieblings-Test-Tube-Album, hatte auch Trapper vor der anstehenden Album-Tour 1995 der Band den Rücken gekehrt. Der Weggang der Rhythmusgruppe markierte einen tiefen Einschnitt in der Bandgeschichte, bescheinigt Peter sowohl Ogs als auch Trapper doch, exzellente Musiker zu sein. Vielfach machten in der Folgezeit Gerüchte die Runde, die Band habe sich aufgelöst. Doch die Gruppe war vital wie zuvor; allerdings wurde hauptsächlich die Position des Schlagzeugers seither diverse Male neu besetzt. Aktuell sitzt Caveman Dave (bürgerlich Dave O'Brien) an den Drums.

Einlass: 20.00 Uhr | Ticketbestellung


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Alle Preise in Euro. Für weitere Infos die Bandnamen anklicken. Ohne Gewähr – Für Druckfehler keine Haftung!

Vorverkauf zzgl. Gebühr an den bekannten VVK-Stellen, über Link »Ticketbestellung« oder telefonisch unter +49 (0)711 - 22 11 05

 

Jugendschutz:

Kinder dürfen auf öffentliche Tanzveranstaltungen (Konzerte) in Begeleitung einer erziehungsbeauftragten Person. Jugendliche über 16 Jahre dürfen auf öffentliche Tanzveranstaltungen (Konzert) bis 24.00 Uhr, danach in Begeleitung einer erziehungsbeauftragten Person. Jugendliche unter 16 Jahren werden in diesem Fall vom Gesetz wie Kinder behandelt.

Kinder sind Personen unter 14 Jahren, Jugendliche sind Personen zwischen 14 und 18 Jahren

Personensorgeberechtigte Personen sind Mutter und/oder Vater oder der Vormund

Erziehungsbeauftragte Person kann jede volljährige Person (über 18 Jahre) sein, wenn sie im Einverständnis mit den Eltern Erziehungsaufgaben tatsächlich wahrnimmt – sie muss im Rahmen der übertragenen Aufgabe Aufsichtspflichten nachkommen können, also in der Lage sein, die anvertrauten jungen Menschen zu leiten und zu lenken.

 

Download Formular zur Übertragung des Erziehungsauftrags (nur für Konzerte):

 


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